WIR BEGRÜSSEN DEN BESCHLUSS DES STÄDTISCHEN HAUSHALTS 2023/24

EIN PLUS FÜR DIE KULTUR ALS ANTWORT AUF DIE DEUTLICHEN KOSTENSTEIGERUNGEN DAMIT KULTURELLE VIELFALT IN DER STADT BEWAHRT WIRD.

Unser Netzwerk bewegt Potsdams Kulturlandschaft. Denn durch den Dialog zwischen Netzwerk und Stadtpolitik, ist es gelungen, drohende Kürzungen der Kulturmittel und Einschnitte für die kulturelle Vielfalt in der Stadt abzumildern. Mit zusätzlichen Mitteln für den Kulturetat wird Potsdam seiner Funktion als Kulturstadt besser gerecht.

So stehen nach dem Haushaltsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung in 2023 700.000 € und in 2024 910.000 € zusätzlich zum ursprünglich geplanten Kulturetat zur Verfügung. Der Zuwachs macht deutlich, dass die große Bedeutung dieses Bereiches für die Landeshauptstadt erkannt wird und trotz dramatischer Kostensteigerungen Kulturangebote erhalten werden sollen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Stadtverordneten und Fraktionen, die diese wichtige Weichenstellung ermöglicht haben.

Der Einsatz der zusätzlich beschlossenen Mittel soll bei der nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 22. Juni 2023 spezifiziert werden. Das Netzwerk KulturMachtPotsdam steht auch bei den weiteren Beratungen über die Umsetzung des Haushaltsbeschlusses als Vertretung der kulturellen Akteure und Institutionen bereit. Wir setzen auf ein transparentes und dialogorientiertes Verfahren, wie die zusätzlichen Mittel an die verschiedenen Bereiche des Kultursektors vergeben werden sollen.

Wir sehen deutliche Bedarfe in den folgenden Bereichen:

  • Förderung kleinteiliger Kulturprojekte und wichtiger Einzelprojekte, die insbesondere für freischaffende Kulturakteure entscheidende Plattformen bilden und Zugänge für Kinder und Jugendliche zu Kultur schaffen. Möglichkeit der Nutzung der Inselbühne für Kulturakteure, Durchführung eines Kultursommers mit Angeboten in allen Stadtteilen und Sicherung der Ko-Finanzierung für bundesländerübergreifende Leuchturmprojekte wie dance fabrik.
  • Zusätzliche Unterstützung freier Träger sowie städtischer Kultureinrichtungen, um die deutlichen Kostensteigerungen abzufedern
  • Ergänzende Unterstützung der städtischen Museen zur Deckung inflationsbedingter Mehrkosten

Wir setzen auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Stadtpolitik und Verwaltung und wir werden uns weiterhin für offene Fragestellungen engagieren, wie etwa die Finalisierung und Umsetzung der Kulturpolitischen Strategie, der Umsetzung eines potsdamweiten Online-Kulturkalenders und der Sichtbarmachung der Wirtschaftskraft der Kultur in Potsdam.